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Samstag, 20. Juni 2026

Neue Intendanz am Gorki: Auf zu neuen Ufern?

Die neue Intendanz am Gorki Theater kündigt eine Ära der Durchlässigkeit an. Doch was bleibt bei diesem Übergang ungesagt?

Nina Richter··1 Min. Lesezeit

Die neue Intendanz am Gorki Theater stellt eine Umgestaltung der Theaterlandschaft in Berlin dar. Mit dem Motto der Durchlässigkeit soll ein offenes und vielfältiges Programm entstehen. Doch was genau bedeutet das in der Praxis? Viele stellen sich die Frage, ob es sich hierbei nur um einen Aufguss bekannter Strategien handelt oder ob tatsächlich neue Wege beschritten werden. Der Begriff ‚Durchlässigkeit‘ wird oft genutzt, um Partizipation und Inklusion zu suggerieren. Aber ist es nicht auch möglich, dass hinter diesen Begriffen eine gewisse Beliebigkeit und Unverbindlichkeit steckt?

Zudem bleibt unklar, wie die Umsetzung dieser Ideen konkret aussehen wird. Wurden bisherige Strukturen und Traditionen am Gorki Theater in Frage gestellt oder bleibt alles beim Alten? Der Eindruck, dass eine Narration von Fortschritt konstruiert werden soll, könnte skeptisch machen. Wie werden die Stimmen der Künstlerinnen und Künstler sowie der Zuschauer in diesen Entwicklungsprozess einbezogen? Es bleibt abzuwarten, ob die neue Intendanz den erhofften frischen Wind mit sich bringt oder ob alles nur eine neue Verpackung für alte Inhalte ist.