Zeitungsbericht Goslarsche Zeitung (07.07.2016)

Die Nordkap-Läufer feiern in Schweden ihr Bergfest

Knapp 1300 Kilometer haben die Sportler bereits überwunden – Das Wetter und die Beine haben ab und an aber ihren eigenen Kopf

Von Franziska Nixdorf

Wolfshagen/Nordkap. Halbzeit bei den Nordkap-Läufern: Knapp 1300 Kilometer liegen schon hinter den Athleten um den Wolfshäger Rolf Nolte, mittlerweile haben sie sich vom Timmendorfer Strand über Dänemark bis nach Schweden durchgeschlagen. Insgesamt wollen sie 2700 Kilometer laufen und haben doch schon mit einigen Anstrengungen zu kämpfen. „Mit großen Schritten nähern wir uns unserem Ziel, dem Nordkap in Norwegen. Dabei besteht der Tagesablauf eigentlich „nur“ aus Laufen, Essen und Schlafen“, berichtet Markus Jürgens über den extra angelegten Online-Blog.

Ganze 15 Tage ist das zehnköpfige Team unterwegs. Die ersten drei Tage wurden sie von Jugendlieben vom TSV Wolfshagen bis nach Kopenhagen unterstützt, die auch die Nächte durchgelaufen sind. Schon während der ersten Hunderte Kilometer hatte das Athletenteam vor allem mit dem unsteten Wetter zu kämpfen, wie sie schreiben. Ansonsten fallen Worte wie „nass“, ,,anstrengend“, aber „nach Zeitplan“ in den ersten Beschreibungen des Laufs. Auf die Frage, was sie nach fast 1300 Kilometer am meisten vermissen, gaben sie doch deutlich unterschiedliche Rückmeldungen: ,,Gefallen sind die Antworten ,Phyisotherapeutin‘, ,Waschschüssel‘, ,ruhiges Bett‘, ,ein bisschen Lyrik‘, ,Solardusche‘, ,meine Frau‘ und ,mein Rennrad“‚, schreibt Jürgens. „Ihr könnt ja mal versuchen, die Antworten den Spendenläufern zuzuordnen“, scherzt er.

Das Team ist seit heute um einen Läufer ärmer: Stefan Leuning musste berufsbedingt wieder gen Heimat reisen. Zuspruch bekommen die Läufer vor allem über Facebook: ,,Eure Rückmeldungen ermutigen uns auch dann weiterzumachen, wenn der Kopf zwar laufen will, aber die Beine lieber im Bett liegen bleiben möchten“, bedankt sich die Läuferschar und bittet weiterhin um Spenden. Zu aller Ermunterung zeigt sich nun zumindest auch die Sonne in Schweden, wie sie berichten. Ziel ist es, Gelder für den Verein Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen zu sammeln. Für jeden gelaufenen Kilometer wollen sie Spenden sammeln. Auch prominente Sponsoren sind darunter.

Bildunterschriften:
(links) Nicht nur die Beine werden stark beansprucht: Die Läufer halten sich auch anderweitig fit. Und auch das Wetter scheint zu halten.
(rechts) Das Wetter spielte bislang nicht immer mit, aber ab und an entstehen während des Laufs solche tollen Sonnenbilder.

 

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